Software / WUFI / Validierung
Ein Berechnungsverfahren muß, bevor es allgemein eingesetzt werden kann, validiert werden. Dies geschieht durch Vergleich der rechnerischen Ergebnisse mit experimentellen Untersuchungen des Wärme- und Feuchteverhaltens von Bauteilen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Rechenergebnisse nicht nur vom zugrunde liegenden mathematischen Modell, sonder auch von den Stoffkennwerten und den Klimadaten maßgeblich abhängen. Deshalb sind nur solche Testbeispiele geeignet, bei denen die Anfangs- und Randbedingungen sowie der Aufbau des Bauteils gut dokumentiert sind und repräsentative Stoffkennwerte zur Verfügung stehen. Wenn das nicht der Fall ist, besteht die Gefahr, daß fehlende Daten durch "frisierte" Annahmen ersetzt werden, die es erlauben, die gewünschten Rechenergebnisse zu erzielen, wobei eventuell Modellfehler verborgen bleiben.
Leider gibt es in der Literatur nur sehr wenige experimentelle Untersuchungen, die die oben genannten Kriterien
erfüllen. Aus diesem Grund beziehen sich die hier betrachteten Beispiele zum Teil auch auf noch unveröffentlichte
experimentelle Untersuchungen.
Das Freigelände des IBP bietet den Vorteil, daß zahlreiche meßtechnisch gut dokumentierte
Untersuchungen über das hygrothermische Verhalten von freibewitterten Bauteilen vorliegen. Der Vergleich
von Experiment und Rechnung zeigt, daß WUFI nicht nur Laborversuche, sondern auch die komplexen Vorgänge
in einem realen Bauteil, das der natürlichen Witterung ausgesetzt ist, gut nachvollziehen kann.
Darüber hinaus kann die rein mathematische Korrektheit des Simulationsprogramms sichergestellt werden durch Vergleich mit (meist sehr einfachen) Fällen, für welche exakte mathematische Lösungen bekannt sind.
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Naturstein-Fassadenausschnitt mit natürlicher Bewitterung (eindimensional)
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Austrocknung eines Leichtbeton-Flachdaches (eindimensional)
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Befeuchtung und Trocknung eines Mauerstein-Modellkörpers (zweidimensional)
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Benchmark-Test nach EN 15026 (eindimensional)
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Benchmark-Tests nach ISO 10211 (zweidimensional)
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