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Vorschau auf WUFI 5.0
Die für Ende 2009 zu erwartende neue Version WUFI 5.0 wird folgende
Neuerungen enthalten:
Neben der bisherigen kartesischen Gittergeometrie für ebene Wandaufbauten
erlaubt WUFI 5.0 auch radialsymmetrische Bauteile. Dies gestattet z.B. die
Untersuchung gedämmter Kühlrohre.
WUFI 5.0 kann Materialien mit temperaturabhängiger Wärmekapazität verwenden.
Dies ermöglicht unter anderem die Untersuchung von Wandaufbauten, welche zur thermischen
Regulierung Phasenwechselmaterialien (phase change materials - PCM) enthalten.
- Bei Bedarf kann nun neben der Feuchteabhängigkeit auch die Temperaturabhängigkeit
der Wärmeleitfähigkeit berücksichtigt werden.
- In die Materialdatenbank wurden Materialien aus der Baustoffdatenbank
MASEA sowie die in der DIN 4108-4
gelisteten Materialien aufgenommen. (Die letzteren enthalten an feuchtetechnischen
Kennwerten nur den μ-Wert. Über ihre Brauchbarkeit für hygrothermische
Berechnungen muss der Benutzer daher von Fall zu Fall entscheiden.)
- Kommerzielle Produkte in der Materialdatenbank können neben der gemessenen
Wärmeleitfähigkeit auch den Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit für
Auslegungszwecke enthalten.
Die Liste der mitgelieferten internationalen Wetterdateien erweitert sich um
Wellington (Neuseeland), Buenos Aires (Argentinien), Santiago de Chile (Chile) sowie Bozen,
Modena und Turin (Italien, weitere italienische Wetterdateien sind in Vorbereitung). Zu den seit
Version 4.2 mitgelieferten 1986er Testreferenzjahren des DWD für die alten deutschen
Bundesländer kommen nun auch die neuen (2004er) Testreferenzjahre für das gesamte
Bundesgebiet, inklusive extremer Sommer und Winter.
- Die Möglichkeit, die in einer Wetterdatei enthaltenen Lufttemperaturen
um einen eingebbaren konstanten Betrag zu verschieben (wie in der
DIN EN 15026
vorgeschlagen) erlaubt es, verschärfte Belastungsszenarien zu untersuchen, auch
wenn nur Wetterdaten vorliegen, welche mittlere Bedingungen repräsentieren.
- Zur Steuerung einer Feuchtequelle in der Wand steht ein neues Infiltrationsmodell
zur Verfügung, welches den möglichen Feuchteeintrag durch Austausch mit der Innenraumluft
beschreibt.
- Der bei Feuchtequellen bisher mögliche Fall, dass die Quellstärke die lokale
Aufnahmefähigkeit des Materials übersteigt, kann nun durch Vorgabe eines wählbaren
maximal erlaubten Wassergehalts vermieden werden. Die Wassermenge, welche abgeschnitten
werden musste, wird im Ergebnisreport ausgegeben.
Dem Projekt können bei Bedarf Bilder zur Dokumentation hinzugefügt werden.
- Für die in der Materialdatenbank enthaltenen kommerziellen Produkte können
Produktbilder, Firmenlogos und Weblinks angezeigt werden.
- Der Benutzer kann WUFI 5.0 nun auch auf italienische oder spanische
Sprache umschalten.
- Die neue XML-basierte Speicherstruktur der Projektdateien vereinfacht die
Rückwärtskompatibilität mit künftigen Programmversionen.
- Materialkenndaten können nun auch zwecks Datenaustausch importiert und
exportiert werden.
Seite erstellt: 14 Okt 2009; letzte Änderung: 28 Okt 2009