Publikationen / Hygrothermik
Beurteilung des Feuchteverhaltens von Natursteinfassaden durch Kombination von rechnerischen und experimentellen Untersuchungsmethoden |
| Künzel H.M., Krus M. |
| Fraunhofer-Institut für Bauphysik (Leiter: Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. mult. Dr. E.h. mult. K. Gertis) |
Zusammenfassung
Das Feuchteverhalten von bewitterten Natursteinbauteilen hat einen entscheidenden Einfluß auf deren Verwitterugsresistenz und die Wirkung von Schutzmittelbehandlungen. Da die genaue Erfassung der sich zeitlich verändernden Feuchteverteilungen am Objekt praktisch unmöglich ist, werden eine rechnerische und eine experimentelle Untersuchungsmethode vorgestellt, die Objektmessungen so weit wie möglich ersetzen und darüber hinaus die Auswirkungen von geplanten Sanierungsmaßnahmen abschätzen sollen. Die Berechnungen, die auf mehrfach experimentell verifizierten Wärme- und Feuchtetransportansätzen basieren, erfordern die Bestimmung oder Abschätzung der wesentlichen hygrothermischen Stoffkennwerte der betrachteten Baustoffe. Die experimentellen Untersuchungen erfolgen durch regelmäßige Feuchteprofil- und Temperaturmessungen an ausgewählten Prüfkörpern, die auf der einen Seite der freien Bewitterung und auf der anderen Seite entsprechend angepaßten Raumklimabedingungen ausgesetzt sind. Der Ergebnisvergleich beider Untersuchungsmethoden anhand des Beispiels einer Natursteinfassade zeigt eine gute Übereinstimmung und läßt daher die Schlußfolgerungen zu, daß durch eine Kombination dieser Methoden die Möglichkeit einer hinreichend genauen Beurteilung des Feuchteverhaltens und der Wirkung von Schutzmittelbehandlungen gegeben ist.