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Der Feuchtetransport in einem Baustoff findet in dessen Porenraum statt (Ausnahme: Lösungsdiffusion bei Kunststoffen). Aus diesem Grund sind für die Beschreibung des Feuchteverhaltens eines Baustoffes Informationen über dessen Porenraum von großer Bedeutung.
Eine integrale den Porenraum beschreibende Größe stellt die Gesamtporosität
dar, d.h. das gesamte von den Poren eingenommene Volumen. Es läßt sich rechnerisch
ermitteln, wenn die Roh- und die Reindichte vorliegen. Die Rohdichte
ist für die meisten Materialien bekannt oder leicht bestimmbar. Zur Messung der Reindichte wird
ein Helium-Pyknometer mit folgendem Funktionsprinzip eingesetzt:
Es wird die Änderung des Heliumdruckes im bekannten
Meßzellenvolumen vor und nach Einbringung der Probe gemessen und somit das
Volumen des Feststoffgerüstes bestimmt. Durch Division der Masse der Probe
durch dieses Volumen ergibt sich die Reindichte.
Mit Hilfe des am Institut vorhandenen Quecksilberdruckporosimeters kann die
Porengrößenverteilung des Baustoffes über einen
Porengrößenbereich von ca. 0.4 mm bis ca. 4 nm bestimmt werden. Meßgrößen sind der Druck und das bei diesem Druck in die Probe eingedrungene Quecksilbervolumen. Die Porengrößenverteilung hat Einfluß auf die Feuchtespeicherung sowie die Dampfdiffusions- und Flüssigtransportvorgänge im Baustoff. Außerdem lassen sich daraus Aussagen über die Frost-Tauwechsel-Beständigkeit oder optisch noch nicht erkennbare Vorschädigungen treffen. |